Archive for the ‘Iran’ Category

False statement of german official about exports to Iran

August 17, 2010

NGO blasts increase in German-Iran trade

By BENJAMIN WEINTHAL

08/17/2010 05:11 The Jerusalem Post

BERLIN – The German chapter of Stop the Bomb on Monday slammed Germany’s government and industry for rewarding “the [Islamic] regime’s rampant terror against the Iranian freedom movement.” It alleged that economic statistics indicated Germany continued to increase its trade in recent months with Iran.Trade boomed in May, according to the German-Iranian Chamber of Commerce in Hamburg. German exports (€295 million) to Iran increased by 26 percent as compared to the same month in 2009. Imports soared by 34%.

….more …

However, Tobias Pierlings, a spokesman for the German Economics Ministry, wrote to the Post on Monday that “the remaining trade with Iran does not endanger Israel’s security” because it only involves the export of civilian products that require permits. “Beyond the existing sanctions, the federal government actively advises against trade with Iran in the energy sector within the framework of the discouragement strategy,” he said.

“The trade statistics on a monthly and quarterly basis are subject to heavy fluctuations. It is therefore not a suitable basis for statements on long-term tendencies. Looked at over the course of years, German exports to Iran have been declining overall,” he said.

Comment from Irangermany:

According to the official statistical german office destatis the german exports to Iran are since 2004 on a record level. The spokesman of the german ministry of economy is wrong his “framework of the discouragement strategy” produces top exports results for German companies and a strong support for the regime in Iran:

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German exports to Iran up 11.5%

August 12, 2010

The germany based Free Iran Now network  quoted yesterday the  sincere doubts of experts if the new sanctions on Iran would really bite and force the regime in Tehran to change the political pass of suppression against the iranian people. At the same day the German-Iran Chamber in Hamburg published its newest figures about German Exports to Iran. The figures show an increase of 11,5% of the exports from Germany to the sanctioned Mullah-regime.

At the same time the vice-president of the of the German-Iran Chamber of Industry Tehran Ghazanfari confirms against german journalists: ” The sanctions don’t lead to anything“.  The two sister chambers are obviously not convinced that the time booming exports to Iran are over.

The statements come at a time where two cases show that German companies are ready to support the islamistic regime far beyond anything which is covered by german or european laws.  According to the German newsmagazine “Spiegel”  Siemens products were stopped by the German customs because the parts should contribute via Russia to the Iranian nuclear power plant in Bushehr.

The police caught a company in Cologne which sold 30 airplane engines to Iran via Dubai, which should be used for the drone aircraft project of the Iranian regime.

The new sanctions will have to show very fast to be effective otherwise the only “bite” is the bite of German companies in the big cake of German-Iran business and again the people of Iran will experience how human rights and freedom will be sold for an economical advantage.

German Chamber in Iran breaks EU-sanctions

August 1, 2010

The German-Iran Chamber of Industry (AHK Iran), a part of the worldwide network of German bilateral Chambers abroad of the German Association of Chambers of Commerce (DIHK) cooperates with the Industrial Management Institute (IMI) an educational institute owned by the “Industrial Development and Renovation Organisation (IDRO) sanctioned and blacklisted by the European Union. Despite the fact that the EU in regulation 668/2010 freezes all assets of IDRO and its subsidiaries and bans any activity of the organisation which “controls various companies involved in work for the nuclear and missile programs and involved in procurement ” (EU 668/2010) the chamber cooperates with IMI in the field of MBA training courses for Iranian Topmanagers. The IDRO owned industrial management institute is the “selected academic regional partner in Iran” of the Chamber of Commerce. The public financed German-Iran Chamber of Industry and Commerce in Iran announced now a new MBA-programm in Tehran which targets governmental and privat sector Topmanagers to “Access a Unique Business Management and Academic Network Business Interactive Environment”. The master studying courses with professors from the German University of Wuerzburg offers: ” Effective Networking; getting direct access to the unique International business network of the German Chamber of Industry and Commerce (DIHK and IHK) with more then 6.600 experts and 49 branches world-wide”. Worth to mention that the Industrial Management Institute is one of the main and most influential part of IDRO because beside the academic studies they did more than 2500 consulting projects with private and governmental entities. The German-Iran Chamber of Commerce in Tehran is the official trade promotion organisation of the German government in Iran financed by the German Ministry of Economics.

Geschäftemacher bekommen bevorzugt Visum

July 31, 2010

Wer geglaubt hat die Bundesregierung beschreitet mit ihrer Zustimmung zu den neuen EU-Sanktionen nun endlich einen konsequenten Weg das Mullahregime wirtschaftlich unter Druck zu setzen der irrt. Aktuelles Beispiel ist die Visumpolitik des Deutschen Aussenministeriums und seiner Botschaft in Tehran. Die Deutsche Botschaft hat nun komplett aufgehört neue Termine für Visumanträge für persische Menschen zu vergeben. Man könnte darin eine Maßnahme sehen, zusätzlich Druck auf die Unterdrücker im Iran zu machen, aber weit gefehlt, dies gilt nur für “normale Iraner”, für iranische Firmenvertreter gibt es Sonderregelungen. Diese Kollaborateure mit den blutigen Machthabern im Iran sind immer willkommen ihr schmutziges Geld in Deutschland auszugeben und bekommen dafür natürlich einen Sonderservice. Sie können ihre Visaunterlagen bei der Deutschen Auslandshandelkammer (AHK) in Tehran abgeben, während jeder oppositionell eingestellte Iraner erst mal warten kann. Die Sicherheitsleute vor der Botschaft weisen übrigens auch gerne auf diesen Spezialservice hin. Einer unserer Mitstreiter im Iran erlebte das letzte Woche live: “Machen Sie doch eine Geschäftsreise aus Ihrem Besuch, dann geht das über die Handelkammer” so sein Rat, als sich unser Freund darüber beschwerte, daß er keine Möglichkeit bekommt einen Visumantrag zu stellen.

Deutsche Exporte nach Iran steigen und steigen

June 30, 2010

Wenn es noch einer einzigen Begründung bedurft hätte, warum Deutschland endlich Ernst mit eigenen Sanktionen machen muß, dann sind es die 13% Zuwachs an Exporten von Deutschland nach Iran die bisher im Jahr 2010 erzielt worden sind.

Es ist eine Zahl der Schande, eine Zahl die ein Schlag ins Gesicht all der Menschen in Deutschland und Iran sind, die sich mit Mut und Lebensgefahr gegen das Mullahregime stellen und für einen freies und demokratisches Persien einsetzen.

Kein Wunder wenn sich die Wirtschaftslobbyisten schamlos gegen Sanktionen aussprechen, verdienen Sie doch am Leiden der Menschen im Iran. Was macht es da, daß Sie mit ihren schmutzigen Geschäften auch die Werte und die Moral Deutschlands verkaufen.

Ein Land das jeden Einwanderer danach abfragt, ob er diese Grundwerte teilt, es aber nicht schafft oder schaffen will sein finanzielles Interesse diesen Grundwerten unterzuordnen.

Deutscher Kammerchef im Iran kritisiert Sanktionen scharf

June 30, 2010

Der Chef der Deutschen Aussenhandelskammer (AHK Iran) hat im iranischen Tabriz die UN und EU-Sanktionen scharf kritisiert. Nach Aussage von D.Bernbeck dem Geschäftsführer der Kammer sind die UN Sanktionen „sinn- und nutzlos“, „schaden nur kleinen Firmen, während größere Firmen weiterhin Wege finden Ihre Geschäfte aufrecht zu erhalten“. In entwaffnender Offenheit kritisiert Bernbeck die Sanktionen als „sinnlose Spielereien“ die für keinen der beteiligten Vorteile brächten.

Während die Verbände und Kammern sich in Deutschland politisch korrekt äußern und sogar den „Primat der Politik“ (DIHK-Pressemeldung) anerkennen, wird weit weg von Zuhause also Klartext geredet. Die skandalösen Äusserungen von Bernbeck folgen dem vom ARD-Magazin „Kontraste“ aufgedeckten Versuch der Deutschen Industrie- und Handelskammern, die Iransanktionen mit Hilfe eines konspirativen Arbeitskreises in Dubai zu umgehen. Welchen Sinn macht es, wenn Deutschland in der EU für klare Signale an den Iran eintritt, offizielle Wirtschaftsvertreter im Iran aber die klaren politischen Vorgabe kritisieren. Völlig inkonsequent wird es, wenn man, Dank Recherchen des Politikwissenschaftlers Matthias Küntzel weiß, daß diese Deutsche Aussenhandelskammer im Iran auch noch Deutsche Steuergelder für Ihre Arbeit erhält. Welchen Sinn macht es überhaupt, wenn die Deutsche Regierung sich international für Sanktionen ausspricht und verborgen von der Öffentlichkeit eine eigene Stelle zur Handelsförderung in Tehran unterhält ? (zum ganzen Artikel aus farsnews)

Deutsche Exporte nach Iran steigen um 48%

May 25, 2010

Diese Zahl spricht mehr als tausend Worte. Nachdem uns die Iran-Lobby in den letzten Wochen immer neue Firmen vorgeführt hat, die sich angeblich aus dem Geschäft mit dem totalitären Mullah-Regime verabschieden, sehen wir nun die Realität. 48% Zuwachs der Exporte Deutschlands für März und 15% Zuwachs in den ersten drei Monaten des Jahres 2010. Die Botschaft ist klar, wer in der Krise gute Geschäfte machen möchte macht die im Iran der Wahlfälscher. Die politischen Nebelgranaten der Kanzlerin oder der Industrie-Lobby, von wegen „Zurückhaltung“ oder „Verunsicherung“ werden von der Realität eingeholt und zeigen wie wenig Substanz die politischen Stellungnahmen unserer Regierung haben. Die deutschen Exporte sind auf Rekordkurs, Menschenrechtsverletzungen oder Todesurteile hin oder her. Die Arbeitsteilung funktioniert Frau Merkel kümmert sich angesichts der iranischen, atomaren Bedrohung gegen Israel um weihevolle Worte und die deutsche Industrie, Kammern und Wirtschaftsverbände kümmern sich um die Geschäfte..

Deutsche Messegesellschaften werben weiter im Iran

May 25, 2010

Die wichtigen deutschen Messegesellschaften werben weiter im Iran. Die Deutsche Messe AG, Hannover, die Messe Düsseldorf, die Messe Köln, die Messe Berlin, die Messe Frankfurt und die Messe München bemühen sich intensiv um Aussteller und Besucher aus dem Iran. Dies ist völlig unverständlich, angesichts der angeblichen Bemühungen um eine Reduzierung der deutschen Exporte nach Iran. Es widerspricht jeder veröffentlichten Stellungnahme der Bundesregierung gerade Firmen des Mullah-Regimes auf Messen wie der Cebit oder Hannover Messe mit Anbietern von Hochtechnologie in Kontakt zu bringen, die für die Iranische Rüstungsindustrie von größtem Interesse ist. So werden die wirtschaftlichen Beziehungen in sensibelsten Bereichen weiter ausgebaut und nicht reduziert. Alle Gesellschaften werden übrigens von der halbstaatlichen Auslandshandelskammer vertreten, die von der Bundesregierung finanziell gefördert wird. Mehr als 7000 iranische Unternehmen werden so auf Deutsche Messen gebracht. Was ist der Rückzug einer handvoll deutscher Unternehmen aus dem Irangeschäft angesichts so großem Nachschub ? Wer kontrolliert diese Firmen und was sie in Deutschland machen ? Deutschland bleibt ein Paradies für Iran-Geschäfte. 

2009: Iran Sanktionen ohne Wirkung

February 25, 2010

Nun haben wir es schwarz auf weiß, die Iran-Exporte sind im ganzen Jahr 2009 gerade einmal um 5,3 % auf 3,71 Mrd. gefallen.

Wer glaubt das hätte etwas mit Sanktionen,  dem Rückzug Deutscher Firmen oder gar den engagierten Bemühungen Deutscher Politiker zu tun liegt falsch.

Weltweit gingen die Deutschen Exporte durchschnittlich um 18,4 % zurück.

Diese Zahlen zeigen den himmelweiten Unterschied zwischen den öffentlichen Statements der Regierung und der Realität. Milliardengeschäfte anstatt “Zurückhaltung” !!!

Deutsche Steuergelder für Iran

February 8, 2010

Der Druck auf Deutsche Unternehmen die im Iran Geschäfte machen steigt. Mit der wachsweichen Ankündigung des Siemens-Konzerns ab “Mitte 2010” kein Neugeschäft mit Iran mehr abschließen zu wollen sind die Zeitungen voll mit Berichten über verunsicherte Geschäftemacher, die sich weniger um die Oppositionsbewegung im Iran Gedanken machen, als um Ihr Geschäft fürchten. Politischer Druck steckt angeblich dahinter, Kanzleramt und Ministerien erinnern Deutsche Unternehmen an Ihre Verantwortung und drängen Sie das Irangeschäft zurückzufahren. Leider offenbar mit wenig Erfolg, zumindest verkündet die Deutsch-Iranische Handelskammer aus Hamburg auf Ihrer Webseite von Deutschen Exporten in der Zeit von Januar bis November 2009 von 3,3 Milliarden und lediglich einem Rückgang von 8 %. Das ist weniger als Deutsche Unternehmen durch die Wirtschaftskrise durchschnittlich verloren haben. Wenn man dem Hinweis folgt, daß viele Firmen ihr Irangeschäft ohnehin über Drittstaaten wie Dubai machen, kann man nur hoffen, daß der Geschäftsumfang Deutscher Unternehmen nur gleich geblieben ist und nicht noch angestiegen ist.

Ist aber eigentlich auch kein Wunder, den es bleibt ein Skandal, daß unabhängig von den warmen Worten der Kanzlerin oder Ihres Außenministers die Bundesregierung weiterhin mit Millionensummen Geschäfte und Projekte mit dem Iran fördert. Es ist erstaunlich, daß man keinen politischen Willen erkennt vor der eigenen Tür zu kehren und von Firmen erwartet, daß sie sich aus dem Iran zurückziehen.

Einige Beispiele, die in der Diskussion noch keine Rolle spielten, aber klar machen wo Steuergeld direkt oder indirekt die Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran unterstützen:

Bundesministerium für Wirtschaft

Das Ministerium finanziert eine eigene Internetplattform für Geschäftsanbahnungen weltweit: e-trade-center . Gibt man da das Suchwort Iran ein, findet man 53 Firmenanfragen, die einem das Geschäft mit Iran ermöglichen und erleichtern. Von Metallbearbeitungsmaschinen , über Ausrüstung für Öl- und Gasbereich, Stahl, Energie bis Projektgesellschaften für ganze industrielle Anlagen. Was will man mehr, alles finanziert und ermöglicht vom BMWi.

Deutsch-Iranische Handelskammer in Teheran

Matthias Küntzel gebürt Dank für seine umfassende Auswertung einer der Publikationen dieser Kammer und der Offenlegung, daß es hunderte Deutscher Unternehmen gibt, die in Teheran vor Ort sind. Doch es lohnt sich diesen Laden genauer anzuschauen, es gibt da auch einen  guide for Iran business of the German-Iranian Chamber of Industry and Commerce (AHK) der Deutsche Firmen fit macht für Geschäfte mit dem Mullahregime. Man vertritt die Deutschen Messegesellschaften Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, München und Hannover uns schickt so nach eigenen Angaben 7000 Iraner pro Jahr auf Deutsche Messen. Super. da können sich die Herren ja dann gleich neueste Maschinen “Made in Germany” für Ihr Atomprogramm anschauen. Aber auch wer nicht im schmierigen Handel mit Iran tätig ist findet was: Ein Ausbildungsprojekt mit der Universität Würzburg für Iranische Manager.

Für so eine segensreiche Tätigkeit gibt es natürlich Geld von der Bundesregierung, wie das BMWi selbst stolz verkündet. Ein wirklich überzeugender Beitrag zur Reduzierung des Deutsch-Iranischen Handels !

Ministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Dieses Haus ist ja eigentlich für Entwicklungshilfe zuständig und die wollen Merkel & Co. doch eigentlich nicht mit Iran oder ?Aber man kann es auch da nicht lassen. Das Ministerium fördert ein Projekt  German Water Partnership einem Projekt für Infrastruktur in das weltweit nur 15 Länder aufgenommen worden sind. Klar sind unsere Freunde aus dem Iran dabei. Gab es wirklich keine anderen Länder die Deutsche Staatsknete nötiger hatten ? Wie will man einem Ingenieurbüro in Deutschland klarmachen, daß es sich im Iran zurückhalten soll, wenn die eigene Bundesregierung solche Projekte auflegt ?

Bundesministerium für Forschung

Auch hier hat man ein Herz für den Iran und seine junge Bevölkerung. Das drückt sich zwar nicht in Hilfe für die unterdrückte Oppositionsbewegung im Iran aus aber man hat ein schickes Projekt  Young Cities . Da gehen immerhin 6,3 Mio. Euro in die Schaffung einer modernen Infrastruktur in einem Örtchen Namens Hashgerd bei Teheran. Da wird bestimmt eine tolle Infrastruktur rauskommen fragt sich nur für was und wen ? Sicher nicht für Unternehmen die im Iran arbeiten, die sollen sich ja zurückhalten ….Pech für die TU Berlin, den Bauverband Berlin-Brandenburg und die Frauenhofer-Gesellschaft, die in diesem Projekt mitmachen.

Nah- und Mittelostverein (NUMOV)

Dieser Länderverein war im Jahr 2009 besonders aktiv was den Iranangeht. Zunächst reiste Ex-Kanzler Schröder in seiner Funktion als Ehrenvorsitzender des Numov vom 19.-22.01.2009 in den Iran. Pflichtschuldig sprach er da auch die Atomfrage an, um was es aber wirklich ging wurde einige Zeit später klar. Der NUMOV lud das who is who der Deutschen Industrie zunächst am 28.04.2009 zu einer großen Iran-Konferenz nach Düsseldorf ein und 200 Wirtschaftsvertreter lauschten dort den Geschäftsangeboten des iranischen Industrieministers. Am 5.Mai hatte dann der Ölminister des iranischen Regimes Gholam-Hossein Nozari in Berlin Gelegenheit die hoffnungsvolle Öl- und Gasbranche des Iran vorzustellen. Das war selbst dem Bundeswirtschaftsministerium zuviel und paßte mal wieder überhaupt nicht zu der offiziell verkündeten Iran-Politik, so forderte das Ministerium in einem am 27. April geschriebenen Brief ultimativ auf die Veranstaltungen abzusagen. Den NUMOV juckte das nicht, beide Veranstaltungen fanden statt. Nun müße man annehmen, daß die Bundesregierung verärgert sei über so ein Verhalten, aber man schiebt fröhlich weiter Steuergeld Richtung NUMOV. Schon am 25.04.2010 veranstaltet der NUMOV im Auftrag des Ministeriums eine Veranstaltung ” Geothermal Potential of Turkey” in Offenburg, am 20.04.2010 folgt wiederum im Auftrag des BMWi ein “Economic Forum Arab Countries” in Hannover. So unterstützt man mit solchen Auftragsarbeiten zumindest indirekt die offensive Marktbearbeitung Iran des NUMOV.

German Trade and Invest (gtai)

Aber warum soll der NUMOV auch den Iran beiseite lassen, wenn die so flott in englisch daherkommende Investitionsagentur der Wirtschaftsministerium selbst fachkundigen Rat für da Iran-Geschäft bereitstellt. Auf www.gtai.de genügen wenige klicks und man findet eine umfassende Brochüre:  Branche kompakt – Kfz-Industrie und Kfz-Teile – Iran vom März 2009 oder “Wirtschaftsdaten kompakt Iran” vom November 2009.

Es ist unfaßbar, daß da Millionen Deutsche Steuergelder in den Iran gehen und zumindest die bestehenden repressiven Strukturen unterstützen und stabilisieren, während wir hier in Deutschland Soli-Aufrufe machen müssen um Flugblätter für Demos zusammen zu schnorren. Während Oppositionelle im Iran mit warmen Worten durch Kanzlerin, Aussenministerium und andere Politiker abgespeist werden, während man nur sehr zögerlich zu klaren Worten zur kathastrophalen Menschenrechtslage im Iran findet und da noch immer auf die Befindlichkeiten des Regimes achtet, ist man andererseits bereit richtig Geld in die Hand zu nehmen, um den Iran weiter zu fördern. Es ist doch schizo, wenn einerseits Firmen vollkommen zurecht aufgefordert werden, daß man mit einem Regime das die Vernichtung Israels offen fordert keine Geschäfte macht und selbst pumpt Berlin noch immer Geld in die Förderung solcher Geschäfte. Kein Wunder also, daß das ganze nicht funktioniert angesichts von 3,3 Milliarden Deutsche Exporte in den Iran im Zeitraum Januar bis November 2009.